Mittwoch, 3. November 2010

Qualzucht: Das Geschäft mit kranken Rassehunden - heute in Stern TV

Epilepsie, chronische Atemnot, Autoimmunerkrankungen angeborene Taubheit,  ... die Liste der Krankeiten, die durch Überzüchtung bei Rassehunden immer mehr zunehmen, ist erschreckend lang. Noch länger und noch erschreckender ist allerdings der Leidensweg, den die zum Krüppel gezüchteten Hunde durchmachen müssen. Der Dortmunder Appell, der das fordert, was EIGENTLICH selbstverständlich sein sollte, nämlich dass anstatt höchst fragwürdiger "Schönheitsideale" endlich die Gesundheit der Hunde oberstes Zuchtziel sein sollte, hat inzwischen einige Unterstützer gefunden. 

Rund 3.400 Unterschriften sind bisher auf der Website www.dortmunder-appell.de zusammen gekommen. Das klingt viel. Bedenkt man aber, dass der Dortmunder Appell schon am 1. Juli 2009 gestartet ist, und in Deutschland rund 5,3 Millionen Hunde leben, von denen ein Großteil an angezüchteten, "rassebedingten Erkrankungen" leidet, sind 3.400 Unterschriften noch erschreckend wenig.

Wie hundefreundlich sind Portale für Hundefreunde und wie mächtig ist der VDH?

Als Christoph Jung, Initiator des Dortmunder Appells und Autor des sehr empfehlenswerten Aufklärungsbuches "Schwarzbuch Hund" mich im Juni 2009 bat als einer der "Erstunterstützer" den Dortmunder Appell zu unterstützen und zu helfen die Aktion bekannt zu machen, hat er mich gewarnt. "Es wird ein langer steiniger Weg werden, dessen müssen wir uns bewusst sein", schrieb mir Christoph Jung damals. Natürlich sagte ich meine Hilfe trotzdem zu - und bekam kurz darauf schon heftigen Gegenwind zu spüren. In verschiedenen Internetforen, in denen ich damals langjähriges Mitglied war, postete ich den Link zum Dortmunder Appell. Und es dauerte nur wenige Minuten, da wurde mein Account bei "dhd24 / Deine Tierwelt" gesperrt. Da ich keine einleuchtende Erklärung dazu erhalten habe warum mein langjähriger Account gesperrt wurde, kann ich zu den Gründen nur vermuten: Offenbar war das Thema wohl zu brisant, oder man wollte es sich mit dem VDH und den Hundehändlern, die dort inserieren, nicht verscherzen. 

Aber auch andere Foren und Hundportale löschten den Hinweis auf den Dormunder Appell "rein vorsorglich" wieder. Ist der VDH so mächtig, dass man in (angeblich unabhängigen) "Foren für Hundefreunde" nicht einmal auf eine Petition gegen Qualzucht hinweisen darf? Und - sollte die Gesundheit unserer Hunde nicht jedem Hundefreund am Herzen liegen?
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Die nächste "Ohrfeige" in dieser Sache erhielt ich von der Tierrechtsorganisation PETA, die mir in anderen Dingen schon mehrmals sehr weitergeholfen hatte (wie z.B. hier). Entsprechend hoffnungsvoll bat ich also auch die PETA um ihre Unterschrift zum Dortmunder Appell und ggf. einen Link auf diesen zu setzen. Beides wurde abgelehnt. Begründung: Die PETA sei grundsätzlich gegen Tierzucht, da könne man sich nicht nur gegen Qualzucht aussprechen. Da ich ansonsten sehr großen Respekt vor der Arbeit der PETA habe, hat mich diese für mich überhaupt nicht nachvollziehbare Ablehnung nebst "Begründung" besonders tief enttäuscht. Derartige Prinzipienreiterei hätte ich nicht erwartet und kann ich auch beim besten Willen nicht nachvollziehen. Trotz alledem, wir sich dran geblieben und werden auch weiterhin versuchen Unterschriften für den Dortmunder Appell zu sammeln. Steter Tropfen ... ihr wisst schon ;o)

TV-TIPP: Stern TV - "Reine Rasse und doch verkrüppelt - Das Geschäft mit kranken Hunden"

Umso mehr freut es mich, dass mit Stern TV nun endlich eine Sendung mit guten Einschaltquoten dieses wichtige Thema aufgreift. In der heutigen Sendung (03.Nov. 2011) soll es eine Reportage zum Thema Qualzucht und deren fatale Folgen für die Hunde geben. Einen herzlichen Dank an die Redaktion von Stern TV für das Aufgreifen des Themas und einen ganz herzlichen Dank an die Initiatoren des Dortmunder Appells, die so hartnäckig und engagiert dran bleiben, um immer wieder auf dieses wichtige Thema hinzuweisen!
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So - und wer jetzt so viel Zeit hatte diesen Artikel zu lesen, der hat auch noch weitere 30 Sekunden Zeit, um den Dortmunder Appell zu unterzeichnen! ;o)

Viele Grüße, heute mal von Alex' Frauchen
PS: Weitere interessante Infos zum Thema gibt es unter: www.petwatch.blogspot.com

Freitag, 29. Oktober 2010

Wie sehr müssen diese Hunde gelitten haben? Und warum sah der Amtsveterinär keine Veranlassung einzugreifen?

Sonja Zietlow wollte helfen, als sie ein Anwesen in der Eifel kaufte, um es an eine vermeintliche „Tierschützerin“ zu vermieten. Eine Hunde-Begegnungsstätte sollte es werden, ein Paradies für Hunde. Doch die schockierenden Bilder machen deutlich, dass die Hunde hier unendliche Qualen erlitten haben müssen.




Sonja Zietlow will kämpfen. Nicht nur dafür, dass der Frau die ihre Hunde derartigen Qualen aussetzte, endlich ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen wird, sondern auch dafür, dass der zuständige Amtsveretinär, zur Rechenschaft gezogen wird und Tierschutzgesetze künftig endlich besser durchgestzt werden. Auf der Informationsseite zu diesem Skandal findet ihr nicht nur alle Hintergrundinformationen, sondern auch eine Petition. Und ich möchte euch ganz herzlich bitten, diese Petition zu unterzeichnen. Es kann nicht sein, dass solche Dinge mitten in Deutschland passieren, und die zuständigen Behörden nicht einschreiten!





Bitte unterzeichnet die Petition, damit solches Leid in Zukunft verhindert werden kann. Vielen Dank.

Traurige Grüße
euer Alex (Alexander Bömbelmann)

Montag, 18. Oktober 2010

Tierquälerei in der "Hundeausbildung"

Heute erhielten wir eine Mail, die uns tief erschüttert hat. Dass in der Hundeausbildung nicht immer alles Gold ist was glänzt, und dass viele so genannte "Ausbilder" den Hunden (und Menschen) alles andere als gut tun, haben wir ja insgeheim schon immer geahnt. Beispiele für äußerst zweifelhafte und wenig hilfreiche "Erziehungstipps" und "Ausbildungsmethoden" hatten wir in diesem Blog ja auch ab und zu mal angesprochen.

Aber wenn es wahr ist, was hier über die Missstände in der Hundeausbildung berichtet wird, dann übertrifft dies unsere schlimmsten Befürchtungen ...

Tief erschütterte Grüße von eurem Alex und seinem Frauchen

Samstag, 18. September 2010

Ihr seid soooooo toll!!!

Hallo liebe Hundekollegen und Hundefreunde,

wie heißt es so schön in der aktuellen Werbung dieser komischen Menschen-Leckerlis mit dem goldenen Papier? "Gute Freunde tauchen mal ab, aber auch immer wieder auf!" ;o)

Nachdem Frauchen nun eeeeeeeewig keine Zeit gefunden hat sich um mein Blog zu kümmern, plagte sie ihr schlechtes Gewissen heute so übermächtig, dass Sie einfach mal in die Kommentare reingeschaut hat.Und was soll ich euch sagen - wir waren total überwältigt! Soooo viele nette und besorgte Kommentare von euch - WAU! Das hat Frauchen echt fast zu Tränen gerührt. (Ich persönlich hatte nichts anderes erwartet, schließlich weiß hund ja um die Treue der Hunde & Hundefreunde! ;o)

 Spaß bei Seite, mir geht es gut. Mit meinen inzwischen 15 Lenzen bin ich immer noch an den heißen Hündinnen interessiert und auch mein gesunder Appetit ist immer noch vorhanden. ;o) Frauchen meint, ich hätte altersbedingt Fress-Alzheimer , denn kaum ist der Napf leer, habe ich schon wieder vergessen, dass ich ihn gerade leer gefuttert habe und versuche es bei Herrchen mit dem "Frauchen-hat-mir-nichts-zu-essen-gegeben-Blick". Dummerweise sprechen sich die beiden aber fast immer ab. Nur selten habe ich Glück und komme mit der Nummer durch.

Ich hoffe, euch geht es auch allen gut? Auch wenn Frauchen mein Blog sträflich vernachlässigt hat und zwischendurch einfach mal so ganz auf die schnelle einen älteren Artikel wieder nach vorn geholt hat, statt neue zu schreiben, so haben wir doch immer an euch gedacht. Ich verspreche lieber nix mehr, aber ich HOFFE Frauchen kommt jetzt wenigstens ab und zu mal wieder zum Bloggen.

Bis dann, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

PS: 1000 Dank nochmal für eure netten Kommentare! Ihr seid soooooooo toll!!!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Hitzschlag beim Hund erkennen, Vorbeugung & Erste Hilfe beim Hitzschlag


Anknüpfend an den letzten Artikel, möchte ich hier noch einmal auf das Thema Überhitzung und Hitzschlag beim Hund eingehen. Die Gefahr wird leider immer wieder unterschätzt, und trotz aller Warnungen kommt es immer wieder vor, dass Hundehalter ihren Hunden bei heißen Temperaturen entweder zu viel körperliche Anstrengung zumuten, oder sie "nur ganz kurz" im überhitzten Auto lassen. Auch wenn die Fenster geöffnet sind, entwickeln sich im Auto schnell Temperaturen von bis zu 60°C - selbst wenn es draußen deutlich kühler scheint. Schon ab 40°C - die im Auto wirklich sehr schnell erreicht sind - treten Kreislaufbeschwerden auf. Der Körper reagiert darauf, indem er vermehrt Blut von dem Körperinneren in die äußeren Körperteile pumpt, um es schneller abzukühlen. Bei sehr hohen Temperaturen hat dies die fatale Folge, dass lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden - es kann zum Schock kommen.

Erste Anzeichen eines Hitzschlags sind:

  • Starkes Hecheln
  • Aufregung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Taumeln / Gleichgewichtsstörungen
  • Erbrechen, Krämpfe
  • Schleimhäute und Zunge des Hundes färben sich rot. (Hier ein Foto der Polizei Minden, auf dem das zu erkennen ist. Der Hund war von seinem Besitzer im Auto zurückgelassen worden. Dank einer aufmerksamen Passantin, die den kritischen Zustand des Hundes bemerkt hatte, wurde der Hund gerettet. Die hinzu gerufenen Polizeibeamten brachen das Auto auf und konnten sen Hund noch rechtzeitig befreien. ( > Der Polizeibericht dazu)
Bei diesen Anzeichen braucht der Hund sofort tierärztliche Hilfe!

Wichtig: Die folgenden Erste-Hilfe Maßnahmen sind nicht als Eigentherapie zu verstehen und können den Tierarzt nicht ersetzen! Sie dienen lediglich zur Unterstützung bzw. als Erstversorgung bis zur notwendigen tierärztlichen Versorgung bzw. dem Eintreffen des Tierarztes!

Erste-Hilfe Maßnahmen, die bei Verdacht auf Hitzschlag sofort eingeleitet werden sollten:

  • Das Tier an schattigen, gut klimatisierten Ort ohne Zugluft bringen
  • Sofern der Hund noch bei Bewusstsein ist, Wasser anbieten
  • Das Tier in nasse, kalte Tücher einwickeln oder vorsichtig mit kaltem Wasser (Gartenschlauch, Duschbrause) abduschen. Dabei an den Beinen anfangen, dann Bauch, Brust und zuletzt den KopfBei Bewusstlosigkeit muss die Zunge vorgelagert und Fremdmaterial (z.B. Erbrochenes) aus Rachen entfernen werden.
  • Im Idealfall sollte der Tierarzt wenn möglich sofort zum Hund kommen, damit das Tier nicht wieder im warmen Auto transportiert werden muss. Ist dies nicht möglich, sollte er dann umgehend evtl. noch in nassen Tüchern zur nächsten Tierarztpraxis gebracht werden.
Vorbeugen ist besser als heilen! Hitzschlag vermeiden:


Besser als jede Erste-Hilfe ist es logischerweise, einen Hitzschlag zu vermeiden. Sportliche Aktivitäten mit dem Hund sollte man am besten in die frühen Morgenstunden verlegen. In der Mittagshitze dann lieber nur eine kleiner Runde drehen, oder schattige Wege aussuchen und bei längeren Spaziergängen immer Trinkwasser für den Hund mitnehmen. Wenn der Hund Wasser mag, ist schwimmen oder Wassertreten ebenfalls eine willkommene Abkühlung. Allerdings muss man darauf achten, dass der Hund nicht schon überhitzt ist, und sich dann plötzlich ins kühle Nass stürzt. Und bitte nicht vergessen auf die Algenbildung der Gewässer zu achten, denn auch hier lauern leider Gefahren für Hunde.

Wenn möglich, sollte man dem Hund das Autofahren und vor allem den Aufenthat im abgestellten Auto bei hochsommerlichen Temperaturen vermeiden. Der Hund hat mehr davon, wenn man morgens etwas eher aufsteht und einen langen Morgenspaziergang macht. Danach wird er glücklich und zufrieden lieber im kühlen Zuahuse auf Herrchen oder Frauchen warten, also im heißen Auto zu schmoren, während seine Zweibeiner irgendwelche Erledigungen machen müssen. Lässt es sich dennoch mal absolut nicht vermeiden den Hund kurzzeitig im Auto zu lassen, muss man folgendes Beachten:

  • Unbedingt einen vollschattigen Parkplatz aufsuchen!
  • Fenster & Schiebedach offen lassen. (Nicht nur einen Spalt)
  • Dem Hund immer frisches Trinkwasser anbieten
  • Und - trotz alledem - den Hund nie länger als 10 Minuten im Auto alleine lassen!
Noch ein Tipp: In vielen Städten gibt es inzwischen schon einen Tierrettungswagen, der in Notfällen aller Art rund um die Uhr erreichbar ist. Es kann nie schaden, sich die Nummer einfach mal rauszusuchen und für den Notfall aufzuschreiben oder - noch besser - gleich im Handy zu speichern. So kann man im Notfall immer schnell Hilfe rufen. Für Düsseldorf zum Beispiel, lautet die Nummer des Tierrettungswagen-Notruf 0177 - 25 75 92 7 (24Std. Notdienst / Unfall-Erste-Hilfe für Hunde und andere Tiere.) Googelt einfach mal, ob es in euerer Stadt auch so einen Tierrettungswagen gibt und speichert euch die Nummer für den Fall der Fälle. Ich hoffe zwar, dass ihr ihn nie braucht, aber es kann nicht schaden die Nummer zu kennen.

Ich wünsche allen Hundekollegen einen schönen Sommer, und fürsorgliche Besitzer, die ihre Hunde nicht unnötig bei der Hitze im Auto schmoren lassen. Und dann habe ich noch eine Bitte an alle Zweibeiner: Wenn ihr irgendwo ein Kind, einen Hund oder ein anderes Tier in einem Auto schmoren seht, dann geht bitte nicht einfach kopfschüttelnd weiter. Scheut euch nicht die Polizei anzurufen, wenn ihr seht, dass es dem Kind oder Tier in dem Auto nicht gut geht.

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Dienstag, 15. Juni 2010

Selber kochen für den Hund (Teil 2)

Unser Artikel „selber kochen für den Hund - grundsätzliche Infos“ scheint vielen Lesern zu gefallen. Nun erhalten wir immer wieder mal Anfragen, ob wir nicht mehr darüber schreiben, oder mal genaue Angaben dazu machen könnten, wie viel der Hund genau wovon bekommen soll. Nun, dem Wunsch mehr darüber zu schreiben kommen wir gerne nach, aber dem Wunsch nach konkreten Mengen- und Bedarfsangaben, können wir beim besten Willen nicht nachkommen. Dafür ist der Nährstoff- und Energiebedarf einfach viel zu unterschiedlich und hängt von zu vielen verschiedenen Faktoren ab. Alter, Rasse, Größe und Gewicht des Hundes spielen ebenso eine Rolle, wie die Aktivität des Hundes, eventuelle Erkrankungen, Haltungsbedingungen usw. (Mehr dazu im Artikel "Wieviel Futter braucht der Hund?") Konkrete Angaben wie etwa: „Der Hund braucht soviel Gramm hiervon und soviel Gramm davon, um ausgewogen ernährt zu sein“, kann man so pauschal beim besten Willen nicht treffen, denn das wäre schlichtweg unseriös.

Aber jetzt mal ehrlich, liebe Zweibeiner: Wer von euch rechnet denn für sich selbst oder seine Kinder den exakten Nährstoffbedarf bis aufs Gramm genau aus und ernährt sich streng danach? Wohl niemand. Beim Menschen geht man davon aus, dass eine abwechslungsreiche Ernährung aus frisch zubereiteten und qualitativ hochwertigen Zutaten ausreicht, um ausgewogen ernährt zu sein. Und wenn man sich dabei gesund und fit fühlt und alle Werte bei den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen immer im grünen Bereich sind, kann man davon ausgehen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Und genau so halten wir es auch, was die Ernährung des Hundes betrifft. Unserer Meinung nach ist es zwar richtig und wichtig, sich Gedanken um die Ernährung des Hundes zu machen, aber bis aufs Gramm genau wird man den Bedarf kaum berechnen können. Darum sind wir der Meinung: Man sollte das Thema Hundeernährung zwar ernst nehmen, aber sich verrückt zu machen hilft auch nicht weiter. Ein gewisser Faktor „Pi mal Daumen“ ist unserer Meinung nach unvermeidbar. Und selbst wenn man Fertigfutter füttert, ist dieser Faktor gegeben, denn die Fütterungsempfehlungen der Hersteller (egal welcher Sorte) sind auch immer nur als grobe Richtwerte zu verstehen.

Wir können daher nur aus unserer eigenen Erfahrung sprechen. Meine Werte waren bei den letzten tierärztlichen Vorsorgeuntersuchungen immer überdurchschnittlich gut und mein Frauchen beachtet beim Kochen für den Hund (also für mich ;o) im Wesentlichen einfach folgende 7 Regeln:

  • 1.) Möglichst frische Zutaten in guter Qualität. Wie wir schon erwähnt hatten, bevorzugen wir Bio-Qualität. Grenzwerte, bzw. zulässige Höchstwerte von chemischen Rückständen in Lebensmitteln sind bekanntlich immer auf den menschlichen Verzehr ausgerichtet. Wir gehen davon aus, dass die für den Menschen noch zulässigen Grenzwerte für den Hund eigentlich schon zuviel sind. Wir weisen an dieser Stelle aber darauf hin, dass dies nur eine Vermutung ist - denn wissenschaftlich untersucht wurde das bisher leider noch nicht. Trotzdem sind wir der Meinung, dass sie ständig steigende Zahl von Krebserkrankungen bei Hunden auch mit der Ernährung zusammen hängen muss. Auch wenn das bisher noch nicht wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen wurde. Wie unter anderem auf vet-doktor.de nachzulesen ist, erkranken immerhin doppelt so viele Hunde wie Menschen an Krebs. Ein Umstand, der uns zu denken gibt. (Mehr dazu im unteren Drittel unseres Artikels "Was ist drin im Hundefutter?")
  • 2.) Abwechslungsreich kochen und füttern. Damit ist nicht gemeint, möglichst viele verschiedene Futterkomponenten in einer Mahlzeit unterzubringen. Im Gegenteil: die Verwendung von einer Eiweißquelle (Sorte Fleisch) pro Mahlzeit, sowie einer Sorte Getreidesorte als Energiequelle (Stärke) ist nach unseren Informationen aus ernährungsphysiologischer Sicht wesentlich sinnvoller und verbessert die Verdaulichkeit. Anders sieht es beim Gemüse aus: hier kombinieren wir gerne mal. In der Humanmedizin gilt es als erwiesen, dass eine Kombination von Gemüsesorten, die über der Erde wachsen und solchen die unter der Erde wachsen in den Farben grün, weiß und orange zur Vorbeugung von Krebs und anderen Krankheiten beitragen. Wie gesagt - in der Humanmedizin. Ob die Erkenntnis in dieser Form auch auf den Hund übertragbar ist, wurde bisher nicht erforscht. Dennoch sind wir der Meinung, dass es nicht schaden kann und wenden es so oft wie möglich an.

Um Missverständnissen gleich vorzugreifen: Wir möchten hier nicht behaupten, dass dadurch die Entstehung von Krebs verhindert werden kann. Wenn es jedoch in der Ernährung des Menschen als erwiesen gilt, dass dies helfen kann dem Krebs vorzubeugen und auch in speziellen Krebsdiäten so empfohlen wird, dann übernehmen wir das kurzerhand in die Hundefütterung und hoffen - solange noch kein wissenschaftlicher Beweis dafür erbracht wurde - einfach darauf, dass es auch für den Hund gilt. Abgesehen davon schmeckt es mir! ;o)

Mit abwechslungsreicher Fütterung meinen wir also: Fleisch und Innereien von einer Sorte pro Mahlzeit, eine Sorte Getreide, mehrere Sorten Gemüse in o.g. Kombination. Und dann möglichst häufig die Zusammenstellung der Mahlzeiten ändern. Mal Hirse mit Geflügel und Gemüse, mal Fisch mit Reis und Gemüse usw.

  • 3.) Wichtig: Gemüse und Fleisch dünsten wir schonend. Scharf angebratenes sollte für Hunde tabu sein! Getreide, Reis, Hirse, Haferflocken usw. müssen schön weich gekocht sein.
  • 4.) Vergewissern wir uns durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, dass Frauchen auch alles richtig macht und meine Werte alle OK sind. Mein Futter wird grob auch mit unserem Tierarzt auf mich abgestimmt, aber nich bis aufs Gramm genau berechnet. Unser Tierarzt steht Frauchen immer brav Rede und Antwort, egal mit wie vielen Fragen mein Frauchen ihn zu diesem Thema löchert. ;o)
  • 5.) Es gibt spezielle Vitaminmischungen / Mineralstoffmischungen für Hunde, die man dem selbst gekochten Futter zusetzen kann. Wir persönlich verwenden solche Mittel aber nicht., weil es bei mir bisher einfach nicht nötig war. Statt dessen gibt es mal etwas Lachs- Hanföl, mal etwas Olivenöl, Raps- Maiskeim- oder Sonnenblumenöl, mal ein paar Tropfen Nachtkerzenöl ins Futter. (Zum Beispiel Lunderland - Nachtkerzenöl 50ml ) Auf Nahrungsergänzungsmittel und die Wirkungen verschiedenener Futterzusätze werden wir aber später noch einmal in einem gesonderten Artikel zurück kommen und etwas mehr dazu schreiben.
  • 6.) Wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass mein Frauchen zwar fleißig, aber auch nicht jeden Tag für mich kocht. Zwischendurch gibt es Fertigfutter von Terra Pura, (Biofutter) über das wir ja in unserem Hundefuttertest schon einmal ausführlich berichtet hatten. Ab und zu kombiniert sie auch fertiges Biofutter mit frisch gekochtem. Seit Terra Pura auch servierfertiges Gemüse und 100% Geflügelfleisch & Innereien als Ergänzungsfutter anbietet, ist es prima möglich hier nach Bedarf zu kombinieren, den Fleischanteil selbst zu bestimmen und das Hundemenue mit Kartoffeln, Reis oder Hirse abzurunden. Mehr zu den neuen Futtersorten hier. Von Herrmanns gibt es zum Beispiel auch Hirseflocken, Reisflocken oder Gemüsemischungen, mit denen man selbst gekochtes oder auch Biofleisch aus der Dose kombinieren kann. (Zum Beispiel bei Futterfreund -> Herrmanns Futterergänzung) So ist das selbt kochen für den Hund kein großer Aufwand und auch an Tagen, an denen die Zeit mal etwas knapper ist, noch machbar.
  • 7.) Die einzige Zahlen, die wir jetzt nennen: Bei mir (Achtung - das Verhältnis bzw. der Bedarf kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein!) setzt mein Frauchen Frauchen den Fleischanteil (incl. Innereien) oder auch Fischanteil bei 40-60 % an. Der Rest besteht dann aus Gemüse (ca. 30-40%) und der Rest (ca. 20-30%, je nachdem wie die anderen Prozente verteilt sind) entweder aus Kartoffel, Hirse, Reis, usw... immer mal im Wechsel. (Was viele nicht wissen: ein zu hoher Fleischanteil kann auch schaden! Und nur reines Muskelfleisch ist ebenfalls nicht ideal. Es dürfen neben Muskelfleisch ruhig auch Innereien enthalten sein - idealerweise aber alles von einer Tierart. Leber sollte allerdings maximal 1 x pro Woche auf dem Speiseplan stehen.) Den Gemüseanteil halten wir recht hoch, weil dies bei Arthrose empfohlen wird und Ballaststoffe gerade für älter Hunde wichtig sind. Einmal pro Woche gibt es für mich fleischlose Kost. Statt Fleisch gibt es dann entweder Hüttenkäse (Frischkäse), ein Ei, oder auch mal Quark oder Naturjoghurt als tierische Proteinquelle. Ich mag das sehr gerne und es bekommt mir auch gut.

Wie gesagt, das sind alles nur eigene Erfahrungswerte, die nicht verallgemeinernd auf alle Hunde übertragen werden können. Für den konkreten Einzelfall, empfehlen wir, sich zusätzlich auch beim Tierarzt ausführlich beraten zu lassen. Auf das Thema „kochen für Hunde“ kommen wir hier sicher noch mehrmals zurück, denn dazu gibt es noch einiges zu schreiben. Und außerdem, habe ich euch ja auch noch gar nicht meine Lieblingsrezepte verraten. ;o) Aber auch das kommt bald - versprochen! Für heute haben wir aber erst mal wieder genug geschrieben.

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Wer sich für das Thema Hundeernährung interessiert und mehr von uns zum Thema kochen für Hunde lesen möchte, der sollte also immer mal wieder hier reinschauen und in der Rubrik Hundeernährung stöbern. Den Futterrezepten werden wir dann eine eigene Rubrik widmen. Schaut also auch immer mal wieder in die Rubriken-Übersicht rechts in der Sidebar.

Teil 1 " Selber kochen für den Hund - grundsätzliche Infos " findet ihr hier.
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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Schwarzbuch Hund - ein Buch, das man lesen muss!

Liebe Hundefreunde, wir haben lange nichts von uns hören, bzw. lesen lassen, weil Frauchen so viel um die Ohren hatte in letzter Zeit. Heute melden wir uns kurz zurück, und zwar mit einer  ganz dringenden Buchempfehlung: "Schwarzbuch Hund - die Menschen und ihr bester Freund" von Chris Jung.

Dies ist eines der wichtigsten und wertvollsten Bücher, die ich zum Thema Hund je gelesen habe. Gleichzeitig ist es wohl das erste Hundebuch, das nicht von einem Kynologen, sondern von einem Psychologen geschrieben wurde. Wie passt das zusammen? Hervorragend, denn der Autor zeigt in diesem Buch auf, wie eng verflochten Mensch und Hund bereits seit Jahrtausenden sind. Chris Jung ist der Ansicht, dass der Vergleich mit dem Wolf und den wölfischen Verhaltensweisen zwar wichtig ist, aber dies allein nicht ausreicht, um den Hund wirklich zu verstehen und ihm gerecht zu werden. „Der Hund kann nur verstanden werden, wenn man auch den Menschen versteht“, so der Autor Chris Jung.

Diesen Satz mögen manche Hundefreunde auf den ersten Blick vielleicht für eine gewagte These halten, doch der Autor belegt diese nicht zu leugnende These und erklärt die Zusammenhänge absolut einleuchtend und verständlich. Dabei versucht er keineswegs den Hund im negativen Sinne zu vermenschlichen – ich glaube, nichts liegt dem Autor ferner als das. Die verschiedenen wissenschaftlichen Theorien, wie und warum Mensch und Hund überhaupt zusammen fanden werden auf interessante Weise dargelegt, das Für und Wider der einzelnen Theorien analysiert. So gelingt es dem Autor bereits den geschichtlichen Teil so spannend und interessant zu gestalten, dass dieses Buch den Leser fesselt wie ein Krimi. Ebenso spannend und lebhaft beschrieben ist der Wandel der unterschiedlichen „Verwendungen“, die der Mensch für den Hund von der Frühzeit bis heute hatte und hat.

Zum spannenden Wirtschaftskrimi gerät das Buch an der Stelle, wo über die wirtschaftlichen und politischen Interessen im Zusammenhang mit dem Hund berichtet wird. Keines, der Hundebücher, die ich bisher gelesen habe, hat sich je so intensiv damit auseinander gesetzt und die unfassbaren Missstände derart schonungslos und nachvollziehbar aufdeckt. Schwarzbuch Hund widmet sich der Hundezucht, den Zuchtverbänden, sowie auch der Hundefutterindustrie und deckt Interessantes, aber auch viel Erschreckendes auf. Er analysiert und verdeutlicht, wie der Hund auch für politische Zwecke instrumentalisiert wird, befasst sich mit „Beißvorfällen“ und vor allem mit deren Hintergründen. Man kann ohne Übertreibung sagen, Chris Jung widmet sich dem Thema Hund ganzheitlich. Kaum ein Hundebuch liefert so viel umfassende Informationen in so komprimierter Form, die gleichzeitig so spannend zu lesen sind und zum Nachdenken anregen.

Nicht nur Hundebesitzer, sondern auch die Menschen, die den Hund als überflüssiges Laster der Gesellschaft ansehen, sollten dieses Buch lesen. Für Hundebesitzer ist es ohnehin ein absolutes MUSS, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Kaum ein Hundebuch hat mich je so nachhaltig beeindruckt wie dieses, kaum ein Hundebuch hat mir je so viele wichtige Informationen Denkanstöße auf nur 280 Seiten geliefert. Ich wünsche diesem Buch und allen Hunden dieser Welt,  dass dieses absolut empfehlenswerte Buch zahlreiche Leser findet!

Achtung, dies war ein Lesebefehl! Bis bald, euer Alex und sein Frauchen! ;o)

Sonntag, 28. Juni 2009

Dortmunder Appell: Für eine Wende in der Hundezucht, für das Wohl und die Gesundheit unserer Hunde

Über das Thema Qualzuchten und zuchtbedingte Gesundheitsprobleme bei Hunden hatten wir ja hier schon mehrfach berichtet. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Gesundheit der Hunde ein erklärtes Zuchtziel von höchster Priorität ist, doch leider sieht die Realität ganz anders aus. Der Dortmunder Appell, ins Leben gerufen von der Initiative Petwatch, appelliert an die Verantwortlichen in den Zuchtvereinen und -verbänden, an die Züchter wie auch an die Hundehalter und Behörden, sich für eine nachhaltige Wende in der Zucht zugunsten des Wohles und der Gesundheit unserer Hunde einzusetzen. Und jeder Hundefreund, der den Dortmunder Appell unterzeichnet, kann dazu beitragen, dass eines Tages endlich Wirklichkeit wird, was eigentlich selbstverständlich sein sollte:

  • Laufen, Atmen, Sehen
    Mit diesen 3 Verben formuliert der größte Hundeverband der Welt, der britische "The Kennel Club", seine Wende hin zu einer auf die Gesundheit der Hunde bedachten Zucht. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass elementare Funktionen des Lebens respektiert und gehütet werden. Gerade von den Züchtern unserer Hunde sollte erwartet werden, dass ohne Kompromiss die Gesundheit der Hunde respektiert und an die erste Stelle züchterischer Bemühungen gesetzt wird.
  • Keine Zucht nach Moden
    Mit der Rassehundezucht haben sich bereits Standards etabliert, die als Grundlage anzusehen sind. Dennoch ist eine nicht vertretbare Entwicklung vorangeschritten, die durch hier angeführte Maßnahmen zu gesunden Hunden geführt werden soll. Das Exterieur der Hunde darf in keiner Weise das Atmen, Sehen, Laufen oder irgendein anderes natürliches Bedürfnis der Hunde beeinträchtigen. Es dürfen keine Beeinträchtigungen oder besondere Risiken hinsichtlich Gesundheit, insbesondere auch nicht Erbkrankheiten, oder hinsichtlich des Wohles der Hunde durch die besondere Betonung bestimmter Merkmale begünstigt werden. In diesem Sinne sind sämtliche Rassestandards zu überprüfen. Das Wohl und die Gesundheit der Hunde muss uneingeschränkt an erster Stelle stehen.
  • Nein zu Inzucht
    Das Problem der Inzucht, Engzucht oder Linienzucht wird sehenden Auges in weiten Teilen der Rassehundezucht ignoriert oder verniedlicht. Dabei ist die Gefährlichkeit von Inzucht für das Risiko von Erbkrankheiten, für die Widerstandskraft, Vitalität und Lebenserwartung aller Säugetiere wissenschaftlich eindeutig geklärt. Inzucht ist als Tierquälerei anzusehen, die auf Dauer ganze Populationen erfasst. Für alle Rassen müssen Regeln aufgestellt werden, die in Zukunft genetische Vielfalt fördern und sichern. Hierzu ist eine Gendatenbank einzurichten. Deckrüden muss eine Beschränkung auferlegt werden. Künstliche genetische Schranken etwa wegen der Vereinszugehörigkeit oder Fellfarben sind abzubauen.
  • Für eine Neuausrichtung des Ausstellungswesens
    Prämierungen dürfen nicht mehr nur oder vorrangig nach dem äußeren Erscheinungsbild vorgenommen werden. Kosmetische Manipulationen an den Hunden sind abzulehnen. Im Mittelpunkt der Prämierungen müssen das Wesen, die Gesundheit und die genetischen Vorzüge für die Population stehen, die es nachzuweisen gilt. Entsprechend sind Charakter und Ablauf von Ausstellungen zu ändern, sind die Richter auszubilden, anzuweisen und auszuwählen.
  • Der Tierschutz als aktives Recht auch in der Zucht
    Das deutsche Tierschutzgesetz besagt zwar, dass keinem Tier Schmerz oder Leid zugefügt werden darf, aber die Realität der Hundezucht scheint dieses Gesetz zuweilen außer Kraft zu setzen. Es gibt Rassen, die sich fast nur noch per Kaiserschnitt oder andere Hilfen des Menschen reproduzieren können. Die gezielte Zucht mit Erbkrankheiten, Übertreibungen einzelner Merkmale wie Fell, Farben, Falten, Ohren, abfallende Rücken, Winkelungen der Hinterhand, extremer Zwergen- wie Riesenwuchs etc. führen zu enormem Leid bei den Hunden, ohne dass das Tierschutzrecht praktisch greift. Auch massive Schädigungen in der Sozialisation der Welpen etwa durch Hundehandel werden vom heutigen Recht nicht erfasst. Wir brauchen ein Tierschutzrecht, dass auch in der Praxis wirkt.
  • Hunde befähigen, ihre Aufgaben zu meistern
    Die Ansprüche des Menschen an unsere Hunde sind in der heutigen Zeit sehr hoch gesteckt. Es bedarf eines neutralen Wesens des Hundes. Der Hund darf keine Eigeninitiative in Richtung Aggressionen gegen Menschen und/oder Artgenossen zeigen. Der Welpe soll bereits beim Züchter mit möglichst vielen Umweltreizen konfrontiert werden, um einen neutralen und wesensfesten Hund zu erhalten. Übermäßige Unsicherheit/Ängstlichkeit, vor allem auch bei Hündinnen durch Prägung auf die Welpen soll nicht toleriert werden. Der Mensch muss umfassend dafür Sorge tragen, dass die Welpen eine möglichst gute Sozialisation zur Befähigung ihrer anspruchsvollen Aufgaben erhalten.
  • Für eine neue Ethik der Zucht
    Wir brauchen eine neue Ethik der Zucht, die konsequent an dem Wohl und der Gesundheit der Hunde orientiert ist und sie für ihr Leben in unserer Gesellschaft rüstet. Für die Zucht von Rassehunden bedarf es des Nachweises der Fachkunde, der Einhaltung verbindlicher und transparenter Regeln sowie der Zulassung unabhängiger Kontrollen hierüber. Auf dieser Basis bedarf es einer staatlichen Zulassung zur Zucht und Veräußerung von Hunden. Züchterische Maßnahmen zulasten der Gesundheit der Hunde sind zu sanktionieren. Wir brauchen ein unabhängiges Qualitätsmanagement der Zucht. Die Zucht unseres "besten Freundes" sollte uns mehr Fürsorge wert sein.
Dortmund im Juni 2009

Bitte, liebe Hundefreunde, unterzeichnet die Petition zum Dortmunder Appell! Wer mehr tun möchte als das, kann sich den Dortmunder Appell hier ausdrucken und mit der beigefügten Unterschriftenliste im Freundeskreis / Bekanntenkreis oder Hundeverein usw. Unterschriften sammeln. Je mehr Unterschriften zusammenkommen, desto größer ist die Chance, ein Umdenken in der Hundezucht zum Wohle und zur Gesundheit der Hunde bewirken zu können. Bitte macht mit!

Zu den Erstunterstützern des Dortmunder Appells gehören unter anderem auch Tierärzte, Biologen, ein Spezialist für Qualzuchtgutachten, ein Tierarzt und Professor i.R.; ehem. Direktor des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung der TiHo Hannover, Undine Kurth, MdB, Sprecherin für Tierschutz und Parlamentarische Geschäftsführerin Bündnis90/Grüne im deutschen Bundestag, Dr. Hans Mosser, der Herausgeber Hundemagazins "WUFF" und viele weitere höchst kompetente Fachleute. Die vollständige Liste der Erstunterstützer könnt ihr auf der Infoseite zum Dortmunder Appell einsehen. Dort erfahrt ihr auch was ihr sonst noch tun könnt, um das Projekt zu unterstützen.

Vielen Dank, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Mittwoch, 24. Juni 2009

Tierisches Gezwitscher auf Twitter

Bloggen ist ein schönes Hobby, aber immer bleibt eben nicht die Zeit, einen ganzen Blogartikel zu verfassen. Schließlich muss man seinen Zweibeiner ab und zu auch mal arbeiten lassen, damit er genug Futtergeld nach Hause bringt, und als Hund hat man selbst ja auch einiges zu tun - Gassigehen, schwimmen gehen, sich den Bauch kraulen lassen, große Futtervorräte klein machen, seine Zweibeiner bespaßen ... liebe Hundekollegen, ihr wisst schon, was mich meine. Manchmal fehlt einfach die Zeit zum Bloggen. Da ist es praktisch, dass es Twitter gibt, denn das ist eine Art unkompliziertes "Micro-Blogging", bei dem die Einträge auf 140 Zeichen begrenzt sind. Genau das Richtige also, um zwischendurch mal schnell zu sehen was in der Hunde- & Tierwelt so los ist, selbst eine kurze Nachricht bzw. einen interessanten Link zu posten, oder sich mal schnell mit anderen Tierfreunden auszutauschen. Von twitternden Hunden und Katzen, über Prominente wie Harald Schmidt, Peter Maffay und vielen anderen bis hin zum Dalai Lama tummelt sich wirklich fast alles auf Twitter. Wir haben Twitter auch getestet und für gut befunden. Wer unseren tierischen Tweets folgen möchte, findet uns bei Twitter unter: http://twitter.com/LA_Ddorf

Wir freuen uns auf euch! Bis bald euer Alex (Alexander Bömbelmann ;o)

PS: Alex' DogBlog bleibt natürlich auch weiterhin bestehen, denn manche Dinge muss man eben auch ausführlicher beschreiben. Aber für die schnellen Hundenews und Infos zwischendurch ist Twitter ideal! Wie Twitter funktioniert wird hier und hier erklärt.

Montag, 22. Juni 2009

Maulkorbpflicht für alle Hunde ab 20kg? Bitte protestiert mit!

Die bestehende Hundeverordnung ist ja schon umstritten - oder, um unsere persönliche Meinung dazu ganz klar zu machen - in dieser Form völlig unsinnig und wirkungslos. Wir haben hier noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir der Meinung sind, man muss in erster Linie beim Hundehalter ansetzen. Und dann ggf. auch mal eher ein Hunde- bzw. Tierhaltungsverbot auszusprechen, anstatt alle Hunde friedlichen Hunde von verantwortungsbewussten Haltern pauschal an die Kette zu legen und so eine gefährliche Scheinsicherheit zu schaffen.

Leider scheinen unsere Politiker jedoch nicht so weit zu denken. Und leider scheinen sie - statt aus ihren Fehlern zu lernen - weiterhin auf blinden Aktionismus zu setzen: Weil 2 Rottweiler einer 18-fach vorbestraften(!) Drogendealerin eine Mutter mit zwei Kindern angegriffen haben, erwägt man nun, eine generelle Maulkorbpflicht für alle Hunde über 20kg Körpergewicht zu erlassen. Dass damit nur einmal mehr die friedlichen Hunde und die verantwortungsbewussten Hundebesitzer bestraft werden, während sich 18-fach vorbestrafte Drogendealer vermutlich auch um dieses Gesetz wenig scheren werden, scheint den Politikern dabei noch nicht in den Sinn gekommen zu sein, bzw. nicht einzuleuchten. Am 02. August 2009 findet deswegen eine Demonstration in Hannover statt.


Schriftlich via Internet kann man aber schon jetzt im Protestbuch des Vereins Hunde-Lobby e.V. protestieren. Und wir möchten euch bitten, das auch ganz zahlreich zu tun. Bitte tragt euch in das Protestbuch ein und bleibt in euren Ausführungen schön sachlich, damit den Verantwortlichen möglichst viele der Protestschreiben vorgelegt werden können.

Wer 18-fach vorbestraft ist, mit Drogen dealt, und es nicht für nötig hält die Hunde anzuleinen, wenn ihm Kinder entgegenkommen, der hätte sich wohl auch nicht an eine Maulkorbpflicht gehalten. Das heißt, selbst wenn es eine solche generelle Maulkorbpflicht gäbe, wäre dieser schreckliche Vorfall nicht verhindert worden. Auch wir sind der Meinung, dass man wirklich alles dafür tun muss, um solche schrecklichen Vorfälle zu vermeiden. Und genau darum halten wir die Maulkorbpflicht für alle Hunde über 20 kg Körpergewicht für absolut falsch und unsinnig. Es muss mehr Augenmerk auf die Hundehalter gelegt werden - und im Zweifelsfall auch eher mal ein Haltungsverbot ausgesprochen werden. Nur so lassen sich solche Unfälle vermeiden. Alles andere ist populistische Augenwischerei, die niemandem hilft - außer vielleicht den Politikern auf der verzweifelten Jagd nach Wählersitimmen. Allerdings sollten diese die Intelligenz ihrer Wähler nicht unterschätzen. Denn wer auch nur ein bisschen nachdenkt und einen Funken Verstand hat, dem fällt schnell auf, wie unsinnig diese fixe Idee ist!

Weitere Infos dazu auf: www.petwatch.at
www.hunde-lobby.de & www.tierische-engel.de

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann)

PS: Und bitte verbreitet auch den Link zu unserem Appell an alle Eltern, denn auch Eltern können - und müssen - dazu beitragen, Unfälle zu verhindern!

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